30. März 2017
Arbeitskreis Operations Excellence
Fair Supply Chain

Am 30. März 2017 fand der vierte und letzte Teil unserer Veranstaltungsreihe „Made in Germany“ im Rahmen des Arbeitskreises Operations Excellence statt. Gemeinsam mit erfolgreichen regionalen Unternehmen haben wir in den letzten eineinhalb Jahren das international bekannte Siegel für hohe Qualität, gute Leistungen, Zuverlässigkeit und fortschrittliche Technologien aus Deutschland genauer betrachtet: Am 26. November 2015 starteten wir mit „Die Marke Made in Germany“ bei der Frerichs Glas GmbH. Es folgte „MAKE in Germany – Produktionsstandort Deutschland“ am 14. April 2016 bei der Firma Pfannenberg GmbH. Und am 18. Oktober 2016 fragten wir „Innovationstreiber deutscher Mittelstand?“ bei der Desma Schuhmaschinen GmbH.

Zur vierten und letzten Veranstaltung der Reihe trafen wir uns bei der Werkhaus Design & Produktion GmbH. Im Mittelpunkt des Spätnachmittags: der Aspekt „Fair Supply Chain“.

Das Familienunternehmen Werkhaus mit heute 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zeigt seit 25 Jahren, dass ein konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Wirtschaften in Unternehmen erfolgreich sein kann. Zahlreiche Innovations-, Design- und Umweltpreise belegen dies eindrucksvoll. Die Eigentümer Eva und Holger Danneberg berichteten über ihren Weg, ihre Entscheidungen, und wie sie sich bis heute aufgestellt haben.

„Eigentlich sind wir Loser“, so Holger Danneberg. Die persönliche Entscheidung zur Nachhaltigkeit im eigenen Handeln macht Wirtschaften nicht unbedingt einfacher und wird oft nicht gewürdigt. Aber auch wenn das konsequente Umsetzen mit Schmerzen verbunden ist, so die Dannebergs, gibt es auch/doch zahlreiche „Positivposten“: z.B. langfristige und räumlich enge Lieferbeziehungen – man versteht und hilft sich, oder der Ruf als familienfreundliches Unternehmen der die Fluktuation senkt, Know-how im Unternehmen hält und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zum Umzug hin zum Arbeitgeber motiviert.

„Letztlich geht es um die Ethik des gemeinsamen Überlebens, um die Art und Weise, wie Unternehmen die miteinander leben, miteinander leben wollen“, so Herr Petz von der IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum. Was bedeutet das für uns? Eine klare perönliche Entscheidung für das Vorleben und für nachhaltiges Handeln als Überzeugungstäter. Je nach Branche und Unternehmensgröße stellt diese Entscheidung einen Unternehmer und ein Unternehmen vor unterschiedliche Herausforderungen. Dass das machbar ist, zeigt z.B. Werkhaus seit 25 Jahren. Wie es möglich ist? Darüber tauschten sich die Anwesenden zum Teil bis 21.00 Uhr bei bestem Frühlingswetter auf der Terasse der Mitarbeitenden-Cafeteria von Werkhaus aus.