Bild Strategischer Einkauf Untersuchungen des CCMI haben ergeben, dass insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen oft große Defizite bei der Gestaltung des strategischen und operativen Einkaufs bestehen. Entsprechend groß sind die Potenziale zur Kostensenkung und Prozessverbesserung.

Oft gibt es Defizite beim Beschaffungsbenchmarking, strategische Partnerschaften mit Lieferanten sind gar nicht oder falsch etabliert und es wird eine viel zu große Zahl von Lieferanten gemanagt.

Der Anteil der Materialkosten im Unternehmen liegt meistens zwischen 40 und 70 %. Dieser, in der Regel größte, Kostenblock wird in kleinen und mittleren Unternehmen oft mit nur sehr wenigen Mitarbeitern bewältigt. Diese sind dann mit operativen Beschaffungsaufgaben wie Bestellausführung und Reklamationsbearbeitung voll ausgelastet. Die wichtigen strategischen Aufgaben, die zu einer nachhaltigen Verbesserung der Kostensituation führen sollen, kommen dann zu kurz.

Das Rollenverständnis des Einkaufs hat sich bereits weiter entwickelt, weg vom „Erfüllungsgehilfen für die Produktion“ hin zu einer zentralen Koordinationsfunktion zwischen Produktentwicklung, Produktion und Lieferanten. Dabei stehen strategische Aufgaben im Mittelpunkt, wie

  • die Definition von Einkaufsstrategien,
  • ein Einkaufsmarketing,
  • das Lieferantenmanagement,
  • die Beteiligung an Entwicklungsprojekten,
  • Investitionsentscheidungen,
  • Wertanalysen und
  • Make-or-buy-Entscheidungen oder Outsourcing.

In Projekten des CCMI insbesondere mit kleinen und mittleren Unternehmen bestätigt sich immer wieder, dass sich durch konsequente Marktbearbeitung, verbesserte Einkaufsorganisation und optimierte Prozesse auf Weltklasseniveau Materialkostensenkungen zwischen 7 und 21 % erzielen lassen. Diese Effekte sind zum Teil sehr kurzfristig realisierbar und damit unmittelbar ergebniswirksam.